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Robert Gober im Unterricht P4a 2008
Kunst und Literatur im Museum.pdf
Verfassen einer Fantasiegeschichte

Wahl von drei beliebigen Werken Im Schaulager. Verfassen einer Geschichte, in der die gewählten Werke von R.Gober erkennbar sind. 2 Lektionen

Illustration der Fantasiegeschichte mit den drei Kunstobjekten von Robert Gober

Die Illustration >illustrieren > Ein Buch bebildern, veranschaulichen.
Zusätzlich ist sie eine visuelle* Information zum Text.
Magazine nennt man unter anderem auch „die Illustrierte“. Eine Zeitschrift die überwiegend mit
Bildern versehen ist.

Arbeitsauftrag
Die Fantasiegeschichte illustrieren. Die Geschichte läuft vor euren Augen ab und ihr schneidet eine Szene heraus, die typisch ist für eure Erzählung.

Format: 15cm x 15cm, Technik: Bleistift , 4 Lektionen

Die Vorahnung
Wie immer kam ich müde und erschöpft von der Arbeit vor meiner Wohnung zu stehen, zückte meine Schlüssel und öffnete die Tür.
Dunkelheit empfing mich. Hatte ich nicht die Gardinen geöffnet, als ich am Morgen gegangen war? Plötzlich fühlte ich mich in meiner Haut nicht mehr wohl. irgendetwas stimmte hier nicht! Ich liess meinen Aktenkoffer im Gang stehen, trat
ein und schaltete das licht ein. nichts ungewöhnliches fiel mir auf. Trotzdem zog ich meinen Mantel nicht aus, sondern bewaffnete mich mit dem nächstbesten Gegenstand und schritt wie ein Schwerverbrecher in meiner eigenen Wohnung voran. Vorsichtig blickte ich mich um. Wo war mein Kleiderständer? Sofort rannte ich zum Telefon mit dem Gedanken:„Hier war ein Einbrecher gewesen!“, als ich plötzlich stolperte und fiel. Über was war ich da gerade gestolpert? Ich sah auf... und schrie! Am Boden lagen zwei behaarte Beine, durchlöchert und mit Schuhen an den Füssen. Mir wurde übel. Ich lief benommen zum Spülbecken, um mich zu übergeben. Doch ich konnte nicht, denn mittendrin stand ein Vogelnest mit blauen Eiern.
Panik ergriff mich. Was ging hier vor sich? Auf einmal hörte ich ein Knistern. ich ging ins Wohnzimmer und sah, dass das Ofenfeuer angegangen war. Doch anstatt Holz brannten Kinderbeine mit Socken! Ich fing an zu schwitzen. Wo war ich da reingeraten?
Als ich aufwachte lag ich am Boden. Geträumt! Ich hatte alles nur geträumt! Glücklich, dass es nur ein Alptraum gewesen war, stieg ich in mein Bett und schlief mit der Hoffnung auf bessere Träume ein. CN
Ein Pisso ir
Ich und meine zwei Pissoirfreunde stehen schon über hundert Jahre in einem kleinen Nebenhäuschen eines Königshauses. Der König selbst hat mich bei meiner Geburt eingeweiht, genauso wie meine Freunde. Es war ein einmaliges und freudiges Erlebnis für mich. Bis heute habe ich über zehn Herrscher erlebt. Manche waren freundlich und zielsicher, während es beim vorherigen Herrscher, König Brutus, eine reine Tortur war, sein Pissoir zu sein. Brutus war mit seinen 97 Jahren nämlich praktisch blind. zudem hinterliess er nach seinem Ritual immer seine Donutpäckchen in mir, welche er während dem Stuhlgang verzehrte. Die zahlreichen Verstopfungen machen mir heute noch zu schaffen. Ja, ich habe wirklich schon viel erlebt.
Oft kamen die Könige nicht mit dem Druck des Hauses zurecht. Die beliebteste Mordmethode war die durch den Strick. Oft musste ich das alles miterleben, weshalb ich heute schwere psychische Probleme habe. Die Calgon-Therapie nützt bei mir wohl nichts mehr.
Ich bin schlicht und einfach zu alt und habe mir meine Rente nun wirklich verdient... SG

Ein starkes Gewitter
Wir müssen uns verstecken! Hinter uns läuft ein Fuchs. Noch ist er weit weg, doch er kommt immer näher. Da taucht zwischen dem dunkeln Dickicht plötzlich ein Haus auf, ein verlassenes altes Haus. Efeu rankt sich den Wänden entlang. Schnell schlüpfe ich mit meinen vier Jungen durch die vermoderte Türe. Sie wurde seit langem nicht mehr gebraucht. ich atme auf, wir sind in Sicherheit.
Im Innern ist es düster, dennoch erkennt man, dass Wand, Boden und Decke teilweise mit Moos bewachsen sind. Nur
ein Kinderbettgestell und ein Stück Käse in einer Ecke weisen darauf hin, dass dieses Haus früher von einer Familie bewohnt wurde.
Nach dieser wilden Verfolgungsjagd knurrt uns der Magen und ich nähere mich dem Käse. Er ist ja bekanntlicherweise eine Leibspeise von Mäusen. Doch beim Anblick dieses Käses vergeht mir der Hunger. Aus ihm wachsen nämlich Haare, echte Menschenhaare.
So schlafen wir schliesslich mit hungrigen Bäuchen ein.
Was knarrt hier so? Ich schrecke aus dem Schlaf und schaue mich ängstlich um. Da sehe ich, wie das Kinderbettgestell sich bewegt und verformt. So plötzlich wie es angefangen hat, hört es auch wieder auf.
Die nächsten Tage verbringe ich mit meiner Familie damit, das Haus wohnlich zu machen. Doch der Dreck bleibt, wo er ist.
Es ist Nachmittag und ein Gewitter zieht auf. Augenblicklich ist es dunkel. Es donnert und blitzt. Nun fallen auch schon die ersten grossen Regentropfen. Nach mehreren Minuten strömt es. Da das Dach undicht ist, kommt nun das Wasser die Treppe hinunter und sammelt sich im Raum. Wir retten uns aufs Gestell. Zum Glück lässt der Regen nach einer Stunde nach, die Sonne erscheint und trocknet alles. Da geschieht etwas Eigenartiges. Mit dem Wasser ist aller Dreck, welchen wir mühsam wegzuschrubben versucht hatten verschwunden.
So wohnen wir noch lange in dem nun gemütlichen Haus. LR
Albtraumhafte Wirklichkeit
Es ist fünf Uhr morgens und noch stockdunkel. Sarah wacht plötzlich auf. Sie hat Schreckliches geträumt. Ihr Herz pocht wild. Der Traum, den sie gerade gehabt hat, erschien ihr so real...
Als sie sich wieder einigermassen beruhigt hat, tappt sie verschlafen in die Küche. Sie trinkt einen Schluck Milch. Dabei denkt sie an ihre bevorstehende Hochzeit, die heute stattfinden soll. Letzte Woche erst, hat sie ihr Hochzeitskleid gekauft. Ein crèmefarbenes, langes Kleid mit einem weiten Ausschnitt. Um es noch einmal anzuschauen steigt sie die Treppe hoch und geht ins Gästezimmer, wo da Kleid sorgfältig zusammengelegt auf dem Bett liegt. Es ist so wunderschön. Sie setzt sich neben das Kleid und berührt den feinen Seidenstoff. Schade, dass es noch so lange bis zur Zeremonie dauert.
Da sie jetzt sowieso nicht mehr einschlafen kann, geht sie ins Badezimmer, stellt den Wasserhahn an, lässt die Badewanne mit warmem Wasser vollaufen und gibt noch etwas Rosenöl hinein. Dann streift sie ihren Morgenmantel und das Nachthemd ab. Als sie sich in die Wanne legen will, rutscht sie aus, verliert das Gleichgewicht und fällt. Ihr Kopf schlägt hart auf den Rand der Badewanne. Sarah ist sofort tot.

Im Haus ist es still. Das einzige Geräusch kommt von dem noch immer laufenden Wasserahn. Bald schon ist die Wanne voll und überläuft. Das Wasser sucht sich seinen Weg unter der Badezimmertür hindurch, hinaus auf den Flur. Dort beginnt die lange Eichenholztreppe, die hinunter ins Wohnzimmer führt. Das Wasser plätschert langsam die Stufen nach unten.

Sarah wird erst gefunden, als ihre Freundin kommt, um ihr beim Ankleiden zu helfen.
Anstatt einer fröhlichen hochzeit feiern die Angehörigen nun eine traurige Beerdigung, die Sarah in ihrem Traum schon gesehen hatte. VS
Assemblagen